Chronik des Dorfes Blumroda
Blumroda, das alte Straßendorf, ist nicht mehr.
1958 verließen die letzten "Blumenrodaer" ihre alte, liebgewordene Dorfheimat. Die Gemeinde löste sich zwar auf, aber sie geht wieder ein in die Gemeinschaft der engeren Heimat, der sie ja immer angehört hat.
Nicht Krieg, Brand oder andere Not veranlassten die Bewohner zum Wohnungswechsel, sondern das wertvolle "Schwarze Gold" war es, daß für die aufstrebende Industrie zur Brennstoffversorgung gebraucht wurde. In dieser Chronik ist das wechselvolle Schicksal des Ortes und der Bewohner nach den noch erhaltenen Unterlagen niedergeschrieben worden. Sie soll den kommenden Generationen einstmals vom Dorf ihrer Vorfahren erzählen.
An dieser Stelle soll aber auch ein Wunsch, ein Wunsch vieler Blumrodaer, niedergeschrieben werden. Nach der Überbaggerung und Verfüllung der Ehemaligen Ortslage sollen ein paar Eichen als letztes Erinnerungszeichen gepflanzt und ein Bänke zum verweilen aufgestellt werden. Ein Gedenkstein mag den Wanderer verkünden: "Hier stand einst das Dorf Blumroda. Es verging, weil es das Glück des Volkes verlangte, das nach einem unsagbaren Elend alle Quellen zu einem Wiederaufbau im Frieden erschließen mußte."
Die Grundstücke, deren Bewohner und die erfolgte Umsiedlung
Das Wahrzeichen von Blumroda, der Wasserturm
Geschichtliche Ereignisse um Blumroda
Bilder der ehemaligen Ortschaft Blumroda
Diese Chronik auf meiner Internetseite ist eine gekürzte Fassung aus der "Chronik des Dorfes Blumroda", bearbeitet von Werner Nass und Martin Engelmann unter Mithilfe von einzelnen Einwohnern. Im Auftrag vom VEB Kohlenanlagen Leipzig, Oberbauleitung Großzössen für Braunkohlewerk Borna hergestellt. 1959