290. Infanteriedivision
In dieser Einheit kämpfte mein Großvater, Fritz Kurt Hofmann, im Sommer 1944 an der Ostfront, wo er auch am 20. Juli gefallen ist.

Gefreiter Kurt Hofmann
geboren am 23.04.1911 in Streckau
gefallen am 20. 07.1944
Heimatanschrift: Döbris, Kreis Weißenfels Nummer 33
Einberufung: Am Montag, den 17.05.1943 in die Weißenfelser Kaserne des Pionier Bataillon 14

Erkennungsmarke: -1090- Inf. Pi.Ers. Bataillon 14 ( Infanterie-Pionier-Ersatz-Bataillon )
Truppenteile:
Ab 07. Mai 1943 bis 31. Mai 1943 : Infanterie – Pionier – Ersatz – Bataillon 14 Standort: Weißenfels
Laut Meldung vom 10. Juni 1943 : 2. Kompanie Grenadier - Feldausbildungs - Regiment 719 ( Die Einheit unterstand der 391. Feldausbildungsdivision ) Einsatzort 1943 Witebsk
Ab 09. Januar 1944 : 2. Kompanie Grenadier - Regiment 567 ( Diese Einheit unterstand ebenfalls der 391. Feldausbildungsdivision) Einsatzraum: Januar 1944 Witebsk
Laut Meldung vom 05. Mai 1944 und am 20.07 1944 : 3. Kompanie Grenadier - Regiment 502 ( Diese Einheit unterstand der 290. Infanterie Division ) Einsatzraum Mai - Juli 1944 Polozk
Verwundungen:
Am Sonntag, den 09. Januar 1944 : 4 km ostwärts Ismoki verwundet, Granatsplitter rechter Oberschenkel, abgegeben am Hauptverbandsplatz Polota
Am Dienstag, den 09. Mai 1944 : Lomy, Artilleriegeschoss - Splitter rechtes Auge, bei der Truppe verblieben.

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290.
Infanterie-Division |
Divisionszeichen
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Literatur:
290. Infanterie-Division 1940 - 1945
290. Infanterie-Division "Chronik in Bildern"
Die 290. Infanterie-Division
Weg und Schicksal der bespannten 290.
Infanterie-Division
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Adresse des: Traditions- - Verband 290 I.D. Schwertdivision 27753 Delmenhorst Postfach 1701
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Von meinem Großvater habe ich leider nur einige Bilder und Dokumente. Da er am 20 Juli 1944 ( am Tag des misslungenen Attentates durch Oberstleutnant Claus Schenk Graf von Stauffenberg in der Wolfsschanze an Hitler ) gefallen ist, habe ich ihn natürlich nie kennen lernen können. So besitze ich nur wenige Bilder, das Besitzzeugnis für das Verwundetenabzeichen und der Brief seiner Einheit über den Heldentod. Aus diesen zwei Dokumenten konnte ich nur wenig über diese Zeit herausfinden. Er war im 2. Feldausbildungsregiment 719 als er am 9. Januar 1944 verwundet wurde. Diese Einheit wurde im September 1942 aus Personal des Wehrkreises XII ( Wiesbaden ) aufgestellt und nach Russland in den rückwärtigen Dienst der Heeresgruppe Mitte verlegt. Dort hatte sie die Aufgabe, die Ausbildung junger Rekruten unter frontnahen Bedingungen zu ergänzen und notfalls wurden sie zur Partisanenbekämpfung herangezogen. Diese Einheit war aber aufgrund der unvollständigen Ausrüstung nicht frontverwendungsfähig. Dieses Regiment gehörte zur Feldausbildungs - Division 391, diese unterstand direkt der Heeresgruppe Mitte. Im März 1944 wurde die Division aufgelöst und auf andere Truppenteile verteilt, der Divisionsstab und geringe Reste der Division bildeten den Kern der Sicherungsdivision z.b.V. 381. Anhand der Feldpostnummer ( 14674 D ) auf der Todesnachricht die vom Stabsfeldwebel Kretschmar unterschrieben wurde, habe ich herausgefunden, wo er nach der Auflösung des Feldausbildungsregiment 719 versetzt wurde. Diese Feldpostnummer gehörte zum Grenadier - Regiment 502 , 1. Bataillon , dieses war Teil der 290. Infanteriedivision. Bei Polozk verlief im Sommer 1944 die Grenze zwischen der Heeresgruppe Nord und der Heeresgruppe Mitte, darüber hinaus war die Stadt ein regional bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Eingesetzt waren in diesem Raum die 24. und später auch die 290. Infanteriedivision. Während der am 22.06.1944 beginnenden russischen Sommeroffensive war Polozk als "Fester Platz" vorgesehen, der unbedingt verteidigt werden sollte. Die wenigen zusammen gewürfelten Truppen konnten sich aber nicht lange halten. Die Stadt wurde bereits am 04.07.1944 durch die 1. Baltische Front der Roten Armee eingenommen. Am besagten 20 Juli 1944 ist dann auch meine Großvater, der Gefreite Kurt Hofmann in den Abwehrkämpfen nordwestlich von Polozk gefallen und wurde beim Batallionsgefechtsstand beigesetzt. Über die letzten Tage und Wochen meines Großvaters wird auf folgender Seite berichtet:
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Aus dem Buch: 290. Infanteriedivision 1940 - 1945
Am 4. Juli steht das Gros der 290. I.D. noch bei Dryssa und hält den Ort fest in der Hand. Der Durchzug der noch zurückliegenden deutschen Einheiten ist dadurch ermöglicht. Teile des dringend benötigten A.R. 290 sind fremden Einheiten unterstellt oder in den Abwehrkampf geworfen, wo es die Not verlangte. Entsprechend sind die Verluste an Menschen und Material. Besonders schmerzt die hohe Zahl der Vermissten, zu denen Hptm. Lamorte, Chef der 5/A.R.290, zählt. Am gleichen Tage steht G.R. 502 vor Tarandy, 12 km westlich von Dryssa. Der Versuch, den Ort zu stürmen, mißlingt. Das II Batl. hält zwar eine Stellung an der Düna sechs Stunden lang. In dieser Zeit zieht es aber in zwei kleinen Schlauchbooten seine Kompanien über den Fluss zurück, um bis Bigossowo, etwa 5 km vor der lettischen Grenze auszuweichen. G.R. 501, wieder von Major Megges geführt, folgt auf den verstopften Straßen zwischen Dryssa und Bigossowo ohne Kampfhandlungen. G.R. 503 liegt als Nachhut weit zurück. Die russischen Panzer schließen mehr und mehr auf, bis sie am 07.07.1944 die 1./503 überrollen. Lt. Stelljes wird vermißt. Die 3,/503 wird abgeriegelt. Über ihre Abschnittsgrenzen herrscht Unklarheit, und die Artillerie schießt in die eigenen Stellungen. Ein befohlener Gegendstoß mit Unterstützung der Artillerie erweist sich darum als unmöglich. Wer der Gefahr entkommt, fädelt sich in den Lücken der Durchziehenden ein. Am 11.07. tritt südlich von Pleskau auch die 2. Balt. Front zum Großangriff an. Für das L. und XXXVIII. A.K. gibt es gegen die Übermacht an Schützendivisionen, Panzerbrigaden und Schlachtfliegerverbänden kein Halten mehr. Sie setzen sich aus der Pantherstellung ab und weichen auf die Bahnlinie Pleskau - Jakobstadt zurück, in die sogenannte Marienburgstellung. Das bedeutet für die 16. Armee neue Gefährdung und neue Hast, über Dünaburg hinauszukommen, und zwar auf das linke Dünaufer. Von Dryssa bis Dünaburg sind es rund 100 km, und das bedeutet verzweifeltes Ringen um den Bestand der 16. Armee. Seit dem 09.07. sind wieder Teile der G.R. 502 60 km über Dryssa hinaus in LKW - Transporten vorgeworfen und der 24. I.D. unterstellt. Im Schwerpunkt dieser bedrängten Division hält vor allem das II./502 bis zum 11.07. aus. Die Verluste das Bataillons wie die der Division sind groß. Am 14.07. steht I./502 in Gefahr, seine Stellung dem anstürmenden Russen überlassen zu müssen. II./502 steht zum Gegenstoß bereit und bereinigt die Lage. Die 5. Kp. bleibt zur Verstärkung in der HKL des I./502. Die Reste des II./502 sollen nach dem Hin und Her der vergangenen Tage einmal ausruhen. Aber am 15.07. drängt der Russe auf Solomi. Lt. Salz wirft mit der verstärkten 6./502 den Gegner zurück und ermöglicht den schweren Waffen und Trossen, den Abstand vom Verfolger zu vergrößern. Ähnlich verlaufen die Kämpfe am 16.07. und 17.07. bei Rossiza. Dann greifen russische Fliegerverbände ein und unterstützen die zusammengezogenen Panzerverbände, die dort zum großen Schlage bereitstehen. Während G.R. 502 von einer Einbruchstelle zur anderen meist auf LKW vor- und zurückgeworfen wird, kämpft die Division sich mühsam nach, hart bedrängt von der russischen Infanterie, von Fliegern und in zunehmendem Maße von Panzern. Über Rossiza führt der Rückzug der lettischen Grenze zu mit Marschziel Kraslava. Hier kommt über die Division am 17. Juli der " Schwarze Tag". Von den gegen das Korps eingesetzten 200 Panzern vernichtete die Division allein 61. Wesentlichen Anteil an diesen Erfolge nehmen wieder die Panzerjäger der Division. Die 2. Kp. ist umgestellt auf Sturmgeschütze. Als Pz.-Jg.-Sturm-Gesch.-Abt. 1290 untersteht sie der Division direkt. Der Vorteil dieser Neugliederung ist an der hohen Abschußzahl ersichtlich. Trotzdem hält ihr Widerstand die russische Walze nicht mehr auf. Kein Kriegstagebuch hat die turbulenten Vorgänge festgehalten. Nur private Schilderungen einzelner Episoden lassen die Schwere des Tages ahnen.
"Wir kommen von den Sachsen zurück ( von der 24. I.D. ). Über und um uns wirbeln Fahnen von Staub. Müde ist unser Schritt. Einer kennt den anderen kaum; denn über die braungebrannten, staubgrauen Gesichter hat triefender Schweiß verkrustete Rinnen gezogen. Krusten aus Scheiß und Dreck verkleben die Stoppelbärte. Die weit geöffneten Feldblusen und Hemden deckt eine gleichmäßige Puderschicht. So stapfen wir durch knöcheltiefen Sand, einer hinter dem anderen, an der Spitze der Zugführer. Seit Tagen haben wir nicht geschlafen, kaum gegessen, und in den Kehlen brennt der Durst. Wie Holz sind Zungen und Gaumen. Kaum einer spricht und bricht doch ein Wort aus dem Mund, so gilt es dem Iwan und klingt böse und sagt, dass wir ihm morgen oder übermorgen auch diesen Elendsmarsch heimzahlen werden.
Hauptmann Groß-Blotekamp, der spätere Kdr. der II./ A.R. 290, schreibt:
"Drei Tage werde ich nie vergessen, drei Tage, an denen alles auf dem Spiele stand: den 17. Juli, den 21. Juli und den 6. August. Am 17. Juli lag mein Gefechtsstand bei dem Grenadierregiment, mit dem ich auf Zusammenarbeit angewiesen war, in einem Walde nicht weit hinter der HKL. 40 Panzer griffen uns an. Die Rechte Flanke mit der B - Stelle der 6. Batterie musste ausweichen. Die B - Stelle wird abgedrängt und gefangen genommen. Plötzlich Geschrei: Panzer! 8 von ihnen brausen 600 m rechts vorbei in Richtung Nordwesten. Zum Glück gehen eben 2 schwere Pakgeschütze bei uns in Stellung. Sie nehmen das Feuer auf. Die Panzer antworten. Einer der Geschützführer wirft wild die Arme hoch. Treffer und wieder Treffer! Die Panzer brennen, 2 von ihnen schießen noch mit ihrem M.G. Panzerknacker vor! Sie kommen nicht vor, kehren verwundet zurück. Ich bringe meine Leute am Waldrand in Nahverteidigung. Die Bolschewiken erkennen den Widerstand. Mit 12 Sturmgeschützen und 300 Mann greifen sie uns an. Unsere Pack verschießt die letzten Granaten. 2 Sturmgeschütze stehen in Brand. Ein Beobachter meiner Abteilung ist auf eine Fichte geklettert und leitet von dort das Feuer seiner Batterie. Die russische Infanterie muss zu Boden, die Sturmgeschütze drehen ab. Angriff abgeschlagen. Aber die rechte Flanke steht offen. 50 Panzer brechen dort durch, an uns vorbei, sie schnüren uns ab. Für den Abend ist Absetzbewegung befohlen. Die Panzer sind uns voraus. Die Infanterie kann sich nicht mehr länger halten. Ich bitte um Absetzbefehl. Das Regiment verweigert ihn, schließt sich aber dann meiner Ansicht an. Trotz allem kommen wir heil davon. Wo verläuft die HKL? Wo überhaupt sind Deutsche? Vor uns nur Panzer! Durch Felder, Büsche und Wiesen schlagen wir uns durch eine Widerstandslinie, die schon wieder zu wanken beginnt."
Uffz. Fischer von der 12/A.R. 290 schreibt:
"Links von der 502 bricht der Russe durch und kommt ihm in den Rücken. Der Krieg gleicht einer Treibjagd. Das Regiment soll nach Alaxandrowo, links der Düna, um dort die Flanke zu halten. Endlosen Marschkolonnen. Panzer brechen hinein. Tohuwabohu. Alles marschiert ohne Karte. Allgemeine Richtung gilt. Und doch hält jeder Disziplin, wenn auch auf sich gestellt. Seit dem 17. ist es so, nun schon den vierten Tag."
Groß - Blotekamp ergänzt:
"Mein Opel ist durch Baumkrepierer zersplittert, bleibt aber fahrbereit. Die Tapfere Infanterie hält, hält, hält bis zum Nachmittag. Dann bricht der Iwan mit Panzermassen beim linken Nachbarregiment durch. Ein Panzerkeil fährt an meinen Batterien vorbei, 8,12,18 Panzer. Sie wenden und beschießen die Stellung von rückwärts. Russische Infanterie folgt in Massen. Nahkampf in der Feuerstellung. Zwei Batterien geben ihre Geschütze preis. Zurück, zurück! Und in die Lücken der Kolonnen hinein! Nur Anschluss behalten an die zwangsläufige und vorzeitige beginnende Absetzbewegung! Ohne Befehl und ohne Kenntnis der Lage und ohne Orientierung finden wir am nächsten Morgen mein Regiment."
Nach den schwarzen Tagen der Kraslaver Panzerkämpfe sind die Einheiten der Division zum Teil in sich zersplittert. Sie stehen im Kampfgelände irgendwo im eigenen oder in fremden Abschnitten in Gegenwehr. Die Division als geführte Einheit besteht nicht mehr. Der Verbleib ihres Generals Henke ist unbekannt. Im allgemeinen Abbruch gelenkter Operationen, um nach Verminung des aufgegebenen Geländes irgendwo über die Düna zu gehen, erhöht sich die Gefahr völligen und endgültigen Zerreißens der Division. Oberst Jordan, der Ia, rettet sie. Er fährt auf eigene Faust die Marschwegen entlang, sucht, fragt sich durch, sammelt versprengte Gruppen, Züge, Kompanien und Bataillone, löst Unterstellungen, gibt Marschbefehle zu Sammelplätzen, bringt wieder Regimenter zusammen und so die Division, das heißt das, was von Ihr verblieb.
Suche nach dem Grab des Großvaters
Am Anfang war nur der Brief des Hauptfeldwebels Kretschmar und die Feldpostnummer der Einheit mit der Nachricht über den Heldentod. Als Ortsangabe ist leider nur " nordwestlich von Polozk" genannt.
Nach einigen Recherchen habe ich die Einheit heraus bekommen, die oben genannte 290. I.D. 502 Grenadierregiment, 1 Bataillon. Nachdem ich mich mit dem Traditionsverband in Verbindung gesetzt habe, wurden mir die Adressen von acht ehemaligen Kameraden meines Großvaters mitgeteilt. Leider habe ich nur drei Antworten bekommen. Eine Kamerad war leider schon verstorben und die anderen Zwei sind erst nach dem Tod meines Großvaters in das Bataillon gekommen. Aber Herr Kasperowski, ( er kam vom Füsilier-Bataillon 290 ) einer der beiden Kameraden, ist nur wenigen Tage nach dem 20. Juli 1944 in diese Einheit versetzt wurden. Er sagte am Telefon, das 502 Grenadierregiment hat sich auf der östlichen Seite der Düna ( Daugava ) in einer Entfernung etwa 10 km zum Fluss von Kraslava in Richtung Dünaburg zurückgezogen. Dünburg wurde am 27. 07. 1944 durch die Rote Armee zurückerobert Auf der westlichen Seite ist der Russe vorgestoßen und hat sie dabei überholt. Weiter erzählte er mir, in diesen Tagen wurden die Opfer in nur etwa 1m Tiefe beerdigt.
Eine Anfrage an das zuständige Standesamt in Hohenmölsen, über Dokumente die den Tod meines Großvaters beweisen, wie Aussagen von Heimkehrern über das damalige Geschehen blieb erfolglos. Man hat nur die Meldung von der Wast. in Berlin, die auch mir vorliegt. " Kurt Hofmann, geboren am 23. April 1911 in Streckau/Weißenfels ist am 20. Juli 1944 nordwestlich von Polozk gefallen. Grabanlage: nordwestlich von Polozk/Weißrussland." Im Bundesarchiv in Aachen hatten die Nachforschungen in den Archivbeständen auch keinen Erfolg und beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wird das Grab an folgenden Ort angegeben: Polozk-Belarus.

Aus den den Büchern über die Divisionsgeschichte geht aus einem Kapitel hervor: "Blitz aus heiterem Himmel, Artilleriefunker auf dem Rückmarsch im Sommer 1944". "Endlich hatten wir die lettische Grenze bei Rossiza ( Rosica ) überschritten und an diesem 21. Juli 1944 anscheinend das Gröbste überstanden." Weiter wird berichtet, dass dieses Artillerie-Regiment 290 an diesen Tag Rast an einem See machte.
Aus einem anderen Buch über die Divisionsgeschichte geht hervor, dass am 4. Juli 1944 der größte Teil der 290. I.D. bei Dryssa stand und das 502. Grenadierregiment an diesen Tag in Tarandy, etwa 12 km Westlich von Dryssa sich befand. Nach sechs Stunden erbitterlichen Wiederstand zog sich das II Bataillon der 502 G.R. über den Fluss um bis Bigossowo auszuweichen.
-Das 501 G.R. zieht sich auf der Straße nach Bigossowo ohne große Kampfhandlungen zurück.
-Das 503 G.R. bleibt als Nachhut zurück und wird am 7. Juli 1944 überrannt.
- Zwischen 9.Juli wird auch wieder die 502 G.R. über Dryssa hinaus vorgeworfen, sie halten sich bis zum 11. Juli.
- Große Kamphandlungen werden am 16. und 17. Juli im Raum Rossiza erwähnt.
- In dieser Zeit um den 17. Juli zieht sich die Division über Rossiza in Richtung Kraslava über die lettische Grenze zurück.
- Am 21. Juli 1944 steht der Stoßkeil der 3. Weißrussischen Front 150 km südwestlich der Stadt Dünaburg und erste Teile der 290. Iinfanterie- Division stehen 30 km vor Dünaburg.
Aus diesen Fakten glaube ich, das mein Großvater zwischen Kraslava in Lettland und Rossiza in Weißrussland gefallen ist. Leider fehlen mir genauere Hinweise und vor allen Beweise, aber etwas genauer wie die Aussage "nordwestlich von Polozk" ist dieses Ergebnis schon.
Karte über den Frontverlauf im Sommer 1944
Adressen für meine Nachforschungen:
-Bundesarchiv -Zentralnachweisstelle- Abteigarten 6, 52076 Aachen
-Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. -Bundesgeschäftsstelle- Werner-Hilpert-Straße 2, 34112 Kassel
-Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht, Deutsche Dienststelle ( WAST.) Eichenborndamm 179, 13403 Berlin
-Verband Deutscher Soldaten, Rheinallee 55, 53173 Bonn, Tel.: 0228-361007